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Bestes Kollagen: Worauf es beim Kauf wirklich ankommt

Kollagen ist das häufigste Eiweiß im menschlichen Körper. Es hält Haut, Sehnen, Knorpel und Knochen zusammen – und ab etwa dem dreißigsten Lebensjahr baut der Körper jedes Jahr etwas weniger davon auf.

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Veganes Kollagen gibt es nicht

Kollagen ist ein tierisches Eiweiß. Pflanzen bilden es nicht – es gibt keine Alge, keine Frucht und keine Wurzel, aus der sich Kollagen gewinnen ließe.

Was als veganes Kollagen verkauft wird, enthält die Bausteine und Cofaktoren, aus denen der Körper selbst welches bildet: Aminosäuren, Vitamin C und Zink.

Kurz gesagt: Wer vegan lebt, kauft nicht Kollagen, sondern das Material für die Eigenproduktion. Vitamin C ist dabei der wichtigste Bestandteil.

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Ohne Vitamin C läuft nichts

Der Körper kann Kollagen nur bilden, wenn Vitamin C vorhanden ist. Es wird für einen Schritt gebraucht, ohne den die Fasern nicht stabil werden.

Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung bei – für Haut, Knochen, Knorpel, Zahnfleisch, Zähne und Blutgefäße.

Wie zentral das ist, zeigt eine Krankheit, die heute selten geworden ist: Bei Seefahrern ohne frische Nahrung lösten sich Zahnfleisch und Wundheilung auf, weil kein neues Kollagen entstand. Das war Skorbut – die Ursache war fehlendes Vitamin C.

Wer Kollagen einnimmt und kein Vitamin C dazu hat, liefert Baumaterial ohne Werkzeug.

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Peptide oder Gelatine

Beides stammt vom selben Ausgangsstoff und unterscheidet sich in der Verarbeitung.

Gelatine ist teilweise aufgespaltenes Kollagen. Sie geliert und löst sich nur in warmer Flüssigkeit.

Kollagenpeptide sind weiter zerlegt. Sie gelieren nicht mehr und lösen sich auch kalt – deshalb sitzen sie in Kapseln und Pulvern.

Im Alltag merkt man den Unterschied sofort: Gelatine in kaltem Joghurt gibt Klümpchen, Peptide verschwinden rückstandslos.

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Rind, Schwein oder Fisch

Quelle Was sie ausmacht
Rind die verbreitetste Quelle, meist aus Häuten
Fisch aus Haut und Schuppen, kleinere Bausteine
Schwein für manche Ernährungsformen ausgeschlossen
Eierschalenmembran vegetarisch, nicht vegan

Die Tierart gehört auf die Packung – bei religiösen Ernährungsvorschriften, Allergien und Fischunverträglichkeit ist sie entscheidend.

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Hyaluron – der zweite Baustein

Hyaluronsäure gehört nicht zum Kollagen, arbeitet im Bindegewebe aber daneben. Sie bindet Wasser – ein Gramm hält ein Vielfaches seines Gewichts.

Bemerkenswert ist ihr Umsatz: Der Körper baut Hyaluron ständig ab und wieder auf. Ein erheblicher Teil des Bestands erneuert sich innerhalb weniger Tage. Es ist kein Depot, sondern ein Fließgleichgewicht.

Bei Präparaten lohnt der Blick auf die Molekülgröße. Hochmolekulares Hyaluron ist das große, wasserbindende Molekül; niedermolekulares wurde zerlegt. Beide werden angeboten – auf der Packung sollte stehen, welches drin ist.

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Kollagenpeptide und Hyaluronsäure zusammen – mit Vitamin C, das zu einer normalen Kollagenbildung beiträgt.

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Was mehr bringt als jede Dose

Vier Punkte wirken beim Bindegewebe zuverlässiger als jedes Präparat:

  • Sonnenschutz. UV-Strahlung baut Kollagen in der Haut ab – der größte einzelne Faktor.
  • Nicht rauchen. Rauchen greift die Kollagenfasern direkt an.
  • Genug Eiweiß. Kollagen ist ein Eiweiß. Fehlt es insgesamt, fehlt das Baumaterial.
  • Bewegung. Sehnen, Bänder und Knorpel bauen dort auf, wo Belastung ankommt.

Der erste Punkt wird am häufigsten unterschätzt.

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Häufige Fragen

Gibt es veganes Kollagen?
Nein. Kollagen ist tierisch. Vegane Produkte liefern Bausteine und Vitamin C für die Eigenbildung.

Warum gehört Vitamin C dazu?
Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung bei.

Kollagen aus Rind oder Fisch?
Fischkollagen hat kleinere Bausteine. Rind ist die verbreitetste Quelle.

Was ist der Unterschied zu Gelatine?
Gelatine geliert und braucht Wärme. Peptide gelieren nicht und lösen sich kalt.

Wie lange dauert es?
Bindegewebe erneuert sich langsam. In Monaten denken, nicht in Wochen.

Was bringt mehr als jedes Präparat?
Sonnenschutz.

Wichtig: Bei Fischallergie ist Fischkollagen ungeeignet. In Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Nierenerkrankungen gehört eine erhöhte Eiweißzufuhr ärztlich abgestimmt. Anhaltende Gelenkbeschwerden oder Hautveränderungen gehören ärztlich untersucht.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung.

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