WIRKUNGEN
Vitamin C gehört zu den Nährstoffen mit den meisten geprüften Aussagen. Das sind die Bereiche:
- Immunsystem: trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei – auch nach intensiver körperlicher Betätigung.
- Zellschutz: trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
- Haut, Knochen und Gefäße: trägt zu einer normalen Kollagenbildung für die normale Funktion von Haut, Knochen, Knorpel, Zahnfleisch, Zähnen und Blutgefäßen bei.
- Müdigkeit: trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
- Energie und Nerven: trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, zur normalen Funktion des Nervensystems und zur normalen psychischen Funktion bei.
- Eisenaufnahme: erhöht die Eisenaufnahme.
- Vitamin E: trägt zur Regeneration der reduzierten Form von Vitamin E bei.
Ein Vitamin, das der Mensch verloren hat
Die meisten Säugetiere stellen Vitamin C in der Leber selbst her – eine Ziege bildet bei Belastung mehrere Gramm am Tag. Der Mensch kann das nicht: Ihm fehlt das Enzym am Ende der Synthesekette, dessen Bauplan im Erbgut zwar noch vorhanden, aber funktionslos geworden ist.
Dasselbe gilt für Menschenaffen, Meerschweinchen und einige Fledermausarten. Für uns ist Vitamin C deshalb ein Vitamin – für einen Hund ist es keines, weil er es selbst herstellt.
Warum Kollagen hier so oft auftaucht
Kollagen ist das häufigste Protein im Körper und der Baustoff von Haut, Knorpel, Sehnen, Knochen und Blutgefäßen. Bei seiner Bildung sind Enzyme beteiligt, die Vitamin C als Cofaktor benötigen: Sie hängen an bestimmte Aminosäuren des Kollagens nachträglich Sauerstoff an, und erst diese Veränderung erlaubt es den Kollagensträngen, sich stabil zu einer dreifachen Helix zu verdrillen.
Ohne Vitamin C entsteht Kollagen, das seine Struktur nicht halten kann. Genau darauf beruht die historische Bedeutung von Skorbut, der Mangelkrankheit der Seefahrt – und der Grund, warum die zugelassene Angabe gleich sechs Gewebe nennt.
Warum Vitamin C und Eisen zusammengehören
Eisen liegt in pflanzlichen Lebensmitteln überwiegend in dreiwertiger Form vor, die der Darm schlecht aufnimmt. Vitamin C überträgt ein Elektron und macht daraus zweiwertiges Eisen, das deutlich besser aufgenommen wird. Es hält das Eisen zugleich in Lösung, sodass es nicht mit anderen Nahrungsbestandteilen ausfällt.
Das ist eine der wenigen Nährstoffkombinationen, für die eine eigene Angabe zugelassen ist – und der Grund, warum unser Eisenprodukt Acerola enthält.
Wasserlöslich – und was das bedeutet
Vitamin C wird kaum gespeichert. Der Körper hält einen begrenzten Vorrat, vor allem in Nebennieren, Gehirn und weißen Blutkörperchen, und scheidet den Überschuss über die Nieren aus.
Hinzu kommt, dass die anteilige Aufnahme mit steigender Einzelmenge sinkt: Bei kleinen Gaben werden über 80 Prozent aufgenommen, bei sehr großen deutlich weniger. Der Grund sind spezialisierte Transportproteine in der Darmwand, deren Zahl begrenzt ist. Genau deshalb sind die 1.000 mg hier auf zwei Kapseln aufgeteilt.
Wo Vitamin C natürlich vorkommt
Paprika, schwarze Johannisbeeren, Brokkoli, Rosenkohl, Hagebutten und Zitrusfrüchte gehören zu den reichsten Quellen. Die Zitrone steht dabei zu Unrecht an erster Stelle der öffentlichen Wahrnehmung – rote Paprika enthält ein Mehrfaches.
Vitamin C ist allerdings empfindlich: Hitze, Licht, Sauerstoff und langes Lagern bauen es ab. Beim Kochen geht ein erheblicher Teil verloren, zusätzlich wandert ein Teil ins Kochwasser. Wer den Gehalt erhalten will, gart kurz und dämpft statt zu kochen.