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Magnesium und Kaffee: Worauf es bei der Einnahme wirklich ankommt

Drei Tassen Kaffee am Tag sind für viele normal – und Magnesium gehört für ebenso viele zur Grundausstattung. Nur: Passt das zusammen? Und stimmt es, dass Kaffee Magnesium aus dem Körper spült?

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Der Mythos: Kaffee als Magnesiumräuber

Die Behauptung hält sich hartnäckig – und sie hat einen wahren Kern, der allerdings kleiner ist als sein Ruf.

Koffein wirkt leicht harntreibend. Über die Nieren wird dabei etwas mehr Flüssigkeit ausgeschieden, und mit ihr auch Mineralstoffe. Das betrifft nicht nur Magnesium, sondern ebenso Kalium, Calcium und Natrium.

Entscheidend ist die Größenordnung: Bei moderatem Kaffeekonsum sind die zusätzlichen Verluste gering. Wer drei Tassen am Tag trinkt und sich normal ernährt, gleicht sie über die Nahrung in aller Regel wieder aus.

Deutlicher wird es erst bei sehr hohem Konsum – oder wenn mehrere Faktoren zusammenkommen: viel Kaffee, wenig Wasser, intensiver Sport, einseitige Ernährung.

Kurz gesagt: Kaffee raubt kein Magnesium. Er erhöht die Ausscheidung leicht – relevant wird das erst, wenn die Zufuhr ohnehin knapp ist.

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Der praktisch wichtigere Punkt: die Aufnahme

Spannender als die Ausscheidung ist die Frage, was im Darm passiert, wenn Kapsel und Tasse gleichzeitig eintreffen.

Kaffee, schwarzer und grüner Tee enthalten Gerbstoffe – Polyphenole, die Mineralstoffe binden können. Bei Eisen ist dieser Effekt gut belegt und ausgeprägt. Bei Magnesium fällt er deutlich schwächer aus, existiert aber.

Daraus ergibt sich eine simple Alltagsregel, die nichts kostet:

  • Magnesium und Kaffee nicht in derselben Minute
  • etwa eine Stunde Abstand genügt in beide Richtungen
  • bei Eisen sollten es eher zwei Stunden sein

Wer morgens Kaffee trinkt, verlegt das Magnesium deshalb gerne auf den späten Nachmittag oder den Abend – und löst damit gleich zwei Fragen auf einmal.

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Warum abends oft der bessere Zeitpunkt ist

Für die Einnahme am Abend spricht mehr als nur der Kaffeeabstand.

Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion und zur normalen Funktion des Nervensystems bei – beides Bereiche, die viele Menschen mit dem Feierabend verbinden. Wer nachts mit Wadenkrämpfen aufwacht, nimmt es ohnehin meist abends.

Dazu kommt ein praktischer Grund: Über den Tag verteilt trinkt man in der Regel mehr, und die Kapsel geht in einer Routine unter. Am Abend ist der Zeitpunkt fester – und Regelmäßigkeit ist bei Magnesium wichtiger als die Uhrzeit.

Wer mehr als 300 mg täglich nimmt, teilt die Menge besser auf zwei Gaben auf. Der Grund steht im nächsten Abschnitt.

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An zwei Glycin-Moleküle gebunden und dadurch besonders bekömmlich. Die Form, die am seltensten für einen unruhigen Darm sorgt – und deshalb die erste Wahl für die Einnahme am Abend.

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Warum größere Mengen aufgeteilt gehören

Der Darm nimmt Magnesium nicht beliebig schnell auf. Was er nicht aufnimmt, bleibt im Darm – und bindet dort Wasser. Genau das ist der Grund, warum Magnesium in größeren Einzelmengen abführend wirken kann.

Es ist keine Nebenwirkung im eigentlichen Sinn, sondern ein Mengenproblem. Zwei Gaben zu je 150 mg werden fast immer besser vertragen als eine zu 300 mg.

Wer neu einsteigt, beginnt am besten niedrig und steigert über ein bis zwei Wochen. Das gilt besonders für die günstigeren Formen.

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Welche Magnesiumform passt wann?

Magnesium ist nie pur – es liegt immer als Verbindung vor. Und die entscheidet über Verträglichkeit, Menge pro Kapsel und Preis.

Form Besonderheit Passt gut
Bisglycinat an Glycin gebunden, sehr bekömmlich abends, empfindlicher Magen
Citrat gut löslich, basisch verstoffwechselt Alltag, Sport
Malat an Apfelsäure gebunden tagsüber
Oxid höchster Magnesiumanteil, geringste Löslichkeit wenn Volumen zählt
Komplex mehrere Formen nebeneinander wer sich nicht entscheiden will

Ein Hinweis, der beim Vergleichen hilft: Auf vielen Packungen steht die Verbindungsmenge groß auf der Vorderseite – etwa 750 mg Magnesiumcitrat. Der elementare Magnesiumanteil ist deutlich kleiner und steht in der Nährwerttabelle. Beide Zahlen gehören zusammen.

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Für alle, die sich nicht für eine Form entscheiden möchten: mehrere Magnesiumverbindungen nebeneinander, mit ausgewiesenem elementarem Anteil.

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Was Magnesium tatsächlich leistet

Die zugelassenen Angaben zu Magnesium sind ungewöhnlich breit gefächert:

Magnesium trägt zur normalen Muskelfunktion, zur normalen Funktion des Nervensystems, zur normalen psychischen Funktion und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

Dazu kommen Angaben zum Elektrolytgleichgewicht, zum Energiestoffwechsel, zur Eiweißsynthese, zur Zellteilung und zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne.

Der Nährstoffbezugswert liegt bei 375 mg täglich. Über die Ernährung kommen Vollkornprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte, Bitterschokolade, Bananen und grünes Gemüse in Frage – sowie magnesiumreiche Mineralwässer.

Wichtig: Bei eingeschränkter Nierenfunktion gehört die Einnahme von Magnesium vorher ärztlich abgeklärt, da die Ausscheidung über die Nieren erfolgt. Wer Medikamente einnimmt – insbesondere bestimmte Antibiotika oder Schilddrüsenhormone – hält zeitlichen Abstand ein und spricht die Anwendung mit Arzt oder Apotheke ab.

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Häufige Fragen

Entzieht Kaffee dem Körper Magnesium?
Koffein erhöht die Ausscheidung leicht. Bei moderatem Konsum und normaler Ernährung ist der Effekt gering.

Wie viel Abstand zwischen Kaffee und Magnesium?
Etwa eine Stunde genügt. Bei Eisen sollten es zwei Stunden sein.

Magnesium morgens oder abends?
Beides ist möglich. Abends spricht der Abstand zum Kaffee dafür – und für viele der Bezug zu Muskeln und Nerven.

Warum wirkt Magnesium manchmal abführend?
Was der Darm nicht aufnimmt, bindet dort Wasser. Aufteilen auf zwei kleinere Gaben löst das meist.

Welche Magnesiumform ist die beste?
Es gibt keine für alle. Bisglycinat gilt als besonders bekömmlich, Citrat als gut löslich, Oxid als volumensparend.

Kann ich Magnesium in den Kaffee rühren?
Besser nicht – Hitze und Gerbstoffe sprechen dagegen. Kaltes Wasser ist die einfachere Lösung.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung.

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