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Kollagen und Hyaluron: Was die Haut ab 40 tatsächlich braucht

Kollagen und Hyaluron sind die beiden Stoffe, die in dieser Kategorie am häufigsten genannt werden. Interessant ist: Für keinen von beiden gibt es eine zugelassene Angabe – der Nährstoff, um den es eigentlich geht, steht selten auf der Vorderseite.

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Was Kollagen im Körper ist

Kollagen ist das häufigste Eiweiß im menschlichen Körper – etwa ein Drittel des gesamten Proteins besteht daraus. Es bildet die Struktur von Haut, Sehnen, Bändern, Knorpel und Knochen.

Der Aufbau ist bemerkenswert: Drei Eiweißketten winden sich zu einer Tripelhelix, ähnlich einem gedrehten Seil. Diese Struktur macht Kollagen zugfest – und sie erklärt, warum die Haut elastisch bleibt, solange das Gerüst intakt ist.

Ab etwa dem 25. Lebensjahr baut der Körper jährlich etwas davon ab. Der Vorgang läuft langsam und über Jahrzehnte, und er beschleunigt sich unter bestimmten Bedingungen – vor allem durch UV-Strahlung und Rauchen.

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Vitamin C – der eigentliche Schlüssel

Hier liegt der Punkt, der in dieser Kategorie fast immer untergeht.

Beim Aufbau von Kollagen werden bestimmte Bausteine nachträglich chemisch verändert, damit sich die drei Ketten stabil verdrillen können. Die Enzyme, die diesen Schritt ausführen, benötigen Vitamin C als Cofaktor – ohne es funktioniert der Vorgang nicht.

Genau deshalb existiert eine zugelassene Angabe, die den Kollagenaufbau ausdrücklich benennt – und sie gehört nicht dem Kollagen:

Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für die normale Funktion von Haut, Knochen, Knorpel, Zahnfleisch, Zähnen und Blutgefäßen bei.

Historisch lässt sich das gut nachvollziehen: Skorbut – die klassische Vitamin-C-Mangelkrankheit der Seefahrt – zeigte sich an Zahnfleisch, Haut und Bindegewebe. Es war eine Kollagenstörung.

Kurz gesagt: Für Kollagen selbst gibt es keine zugelassene Angabe – für Vitamin C schon, und zwar ausdrücklich zur Kollagenbildung. Steht auf einem Kollagenprodukt eine Aussage, gehört sie zu einem zugesetzten Nährstoff.

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Hyaluronsäure: das Wasserpolster

Hyaluronsäure ist kein Eiweiß, sondern ein langkettiges Zuckermolekül. Ihre auffälligste Eigenschaft ist die Wasserbindung: Ein Gramm kann ein Vielfaches seines Gewichts an Wasser halten.

Im Körper sind etwa fünfzehn Gramm davon vorhanden – rund die Hälfte in der Haut, der Rest überwiegend in Gelenken und Augen. Und sie ist erstaunlich kurzlebig: Etwa ein Drittel wird täglich abgebaut und neu gebildet.

Das Verhältnis zum Kollagen lässt sich gut bildlich fassen: Kollagen ist das Gerüst, Hyaluron die Füllung dazwischen. Beides gehört zusammen, und beides verändert sich mit den Jahren.

Bei Hyaluronprodukten gibt es eine zweite Zahl, die selten genannt wird und viel aussagt: das Molekulargewicht in Kilodalton. Kurzkettige Varianten werden im Darm besser aufgenommen, langkettige binden mehr Wasser. Ein mittlerer Bereich ist der übliche Kompromiss.

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Welche Nährstoffe tatsächlich eine Angabe tragen

Für Haut, Haare und Nägel ist die Liste überschaubar – und sie besteht ausschließlich aus Vitaminen und Spurenelementen:

Nährstoff Zugelassene Angabe
Vitamin C normale Kollagenbildung, Zellschutz
Biotin Erhaltung normaler Haut und Haare
Zink Erhaltung normaler Haut, Haare und Nägel
Selen Erhaltung normaler Haare und Nägel
Kupfer normale Pigmentierung von Haut und Haar, Bindegewebe
Vitamin A Erhaltung normaler Haut

Kupfer ist dabei der stille Kandidat: Es ist Bestandteil der Tyrosinase, jenes Enzyms, das Melanin herstellt – den Farbstoff von Haut und Haaren. Dasselbe Enzym lässt übrigens einen aufgeschnittenen Apfel braun werden.

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Was beim Kauf zählt

Bei Kollagen: die Quelle. Kollagen ist ein tierisches Eiweiß – es stammt aus Rind, Schwein oder Fisch. Wer auf die Quelle achtet, tut das aus zwei Gründen: aus persönlicher Entscheidung, und weil Fisch ein kennzeichnungspflichtiges Allergen ist. Ein Produkt, das die Quelle nicht nennt, lässt beides offen.

Bei Hyaluron: das Molekulargewicht. Die Angabe in kDa findet sich auf wenigen Etiketten. Sie ist die zweite entscheidende Größe neben der Menge.

Beides zusammen: Vitamin C. Ein Kollagenprodukt ohne Vitamin C lässt den Schritt offen, für den es überhaupt eine zugelassene Angabe gibt.

Und die Menge. Bei Hyaluron reicht die Handelsspanne von wenigen Milligramm bis in den dreistelligen Bereich. Der Vergleich lohnt sich, weil der Preisunterschied selten so groß ist wie der Mengenunterschied.

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Was neben der Dose mehr bringt

Bei kaum einem Thema ist der Abstand zwischen Präparat und Grundlagen so groß wie hier.

  • Sonnenschutz – UV-Strahlung ist der mit Abstand stärkste Faktor für den Kollagenabbau in der Haut
  • Nicht rauchen – Rauchen beschleunigt den Abbau messbar
  • Eiweiß – Kollagen ist ein Eiweiß und braucht Bausteine aus der Nahrung
  • Schlaf – die Erneuerung der Haut läuft überwiegend nachts
  • Trinken – Hyaluron bindet Wasser, das vorhanden sein muss

Zum Zeitmaß gehört Geduld: Die Oberhaut erneuert sich in etwa vier Wochen, die tieferen Schichten brauchen deutlich länger. Bei allem, was mit Bindegewebe zu tun hat, wird in Monaten gerechnet – nicht in Wochen.

Wichtig: Kollagenprodukte enthalten tierisches Eiweiß – bei Fischkollagen ist das Allergen kennzeichnungspflichtig. Bei bekannten Allergien gehört die Zutatenliste geprüft. Auffällige Hautveränderungen, Muttermale, die sich verändern, oder plötzlicher Haarausfall gehören ärztlich untersucht und nicht mit einem Präparat begleitet.

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Häufige Fragen

Gibt es eine zugelassene Angabe zu Kollagen?
Nein. Zugelassen ist die Angabe zu Vitamin C, das zu einer normalen Kollagenbildung beiträgt.

Ab wann baut der Körper Kollagen ab?
Etwa ab dem 25. Lebensjahr, langsam und über Jahrzehnte. UV-Strahlung und Rauchen beschleunigen den Vorgang.

Ist Kollagen vegan?
Nein. Kollagen ist tierischen Ursprungs – aus Rind, Schwein oder Fisch. Hyaluronsäure aus Fermentation dagegen kann vegan sein.

Was bedeutet die kDa-Angabe bei Hyaluron?
Sie beschreibt das Molekulargewicht. Kurzkettige Varianten werden besser aufgenommen, langkettige binden mehr Wasser.

Wie lange dauert es, bis sich etwas zeigt?
Die Oberhaut erneuert sich in etwa vier Wochen, tiefere Schichten brauchen länger. Sinnvoll ist ein Zeitmaß von Monaten.

Was hilft mehr als jedes Präparat?
Sonnenschutz. UV-Strahlung ist der stärkste bekannte Faktor für den Kollagenabbau in der Haut.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung.

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