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Zink und Magnesium zusammen einnehmen – sinnvoll oder nicht?

Es ist eine der häufigsten Fragen bei Mineralstoffen – und sie hat zwei Antworten, die sich zu widersprechen scheinen. In Kombipräparaten stehen Zink und Magnesium nebeneinander. Gleichzeitig heißt es, sie sollten getrennt eingenommen werden. Beides stimmt.

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Die Konkurrenz im Darm

Mineralstoffe gelangen nicht einfach durch die Darmwand. Sie brauchen Transportwege – und mehrere Mineralstoffe teilen sich dieselben.

Zink, Magnesium, Calcium, Eisen und Kupfer nutzen zum Teil dieselben Kanäle. Treffen zwei davon in großer Menge gleichzeitig ein, konkurrieren sie um die Plätze. Wer mehr da ist, verdrängt den anderen.

Der entscheidende Zusatz lautet: in großer Menge. Bei den Mengen, die über Essen ankommen, spielt das keine Rolle. Ein Teller Linsen mit Käse überfordert kein Transportsystem.

Relevant wird es erst bei Präparaten – dort treffen konzentrierte Mengen auf einmal ein.

Kurz gesagt: Die Konkurrenz ist real, aber sie hängt an der Menge. In ausgewogenen Kombiprodukten ist sie kein Problem – bei zwei hoch dosierten Einzelpräparaten schon.

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Warum sie trotzdem oft zusammenstehen

Wer ein Kombipräparat kauft, bekommt beide Mineralstoffe in aufeinander abgestimmten Mengen. Der Hersteller kalkuliert die Konkurrenz mit ein.

Dazu kommt ein praktischer Grund, der unterschätzt wird: Ein Präparat wird zuverlässiger genommen als drei. Die theoretisch bessere Trennung nützt nichts, wenn die zweite Dose nach zwei Wochen im Schrank vergessen wird.

Und im Sport gibt es eine eigene Tradition. Die Kombination aus Zink, Magnesium und Vitamin B6 – meist unter dem Kürzel ZMA verkauft – ist seit Jahrzehnten in Kraftsportkreisen verbreitet. Der Gedanke dahinter: Bei intensivem Training gehen über den Schweiß beide Mineralstoffe verloren.

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Wann sich ein Abstand lohnt

Es gibt Situationen, in denen die Trennung tatsächlich etwas bringt:

Situation Empfehlung
Zwei hoch dosierte Einzelpräparate zwei Stunden Abstand
Zink zusätzlich zu einem Multivitamin getrennt, sonst kommt beides zusammen
Eisen im Spiel immer trennen – Eisen ist der empfindlichste Fall
Ein abgestimmtes Kombipräparat kein Abstand nötig

Eine praktische Aufteilung, die sich bewährt hat: Zink am Morgen, Magnesium am Abend. Damit ist die Trennung eingebaut, ohne dass man an Stundenabstände denken muss.

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Der Fall, der wirklich zählt: Zink und Kupfer

Bei der Konkurrenz zwischen Zink und Magnesium geht es um Prozentpunkte bei der Aufnahme. Es gibt aber ein Paar, bei dem mehr auf dem Spiel steht.

Zink und Kupfer nutzen dieselben Transportwege – und hier ist der Effekt nicht nur eine Frage der Aufnahme, sondern der Bilanz. Wer über längere Zeit hohe Zinkmengen nimmt, verdrängt Kupfer dauerhaft.

Deshalb enthalten sorgfältig zusammengestellte Zinkprodukte und Multivitamine oft eine kleine Menge Kupfer als Gegengewicht. Nicht, weil Kupfer knapp wäre – sondern damit die Zinkzufuhr es nicht verdrängt.

Ein Punkt, auf den beim Etikett zu achten lohnt: Steht bei einem hoch dosierten Zinkprodukt kein Kupfer dabei, ist das für die Daueranwendung ein Nachteil.

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Warum beide über den Schweiß gehen

Zink und Magnesium verbindet etwas, das im Alltag selten bedacht wird: Beide verlassen den Körper auch über die Haut.

Bei ausgiebigem Sport, in der Sauna oder an heißen Tagen summiert sich das. Wer regelmäßig stark schwitzt, hat einen höheren Bedarf als jemand mit demselben Speiseplan und weniger Bewegung.

Das ist auch der Grund, warum die Kombination im Sportbereich so verbreitet ist. Nicht weil sie eine besondere Wirkung hätte, sondern weil dort beide gleichzeitig knapper werden.

Zwei weitere Umstände erhöhen den Bedarf: Anhaltender Stress steigert die Ausscheidung über die Nieren. Und bei rein pflanzlicher Ernährung wird Zink schlechter aufgenommen, weil Phytinsäure aus Getreide und Hülsenfrüchten es bindet.

Gegen den letzten Punkt hilft die Küche: Einweichen, Keimen und Sauerteigführung bauen Phytinsäure ab. Das ist der Grund, warum echtes Sauerteigbrot in dieser Hinsicht günstiger ist als schnell gebackenes Vollkornbrot.

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Wo beide im Essen stecken

Bemerkenswert ist, wie häufig dieselben Lebensmittel auftauchen:

  • Kürbiskerne – bei beiden Mineralstoffen unter den dichtesten Quellen
  • Nüsse und Sonnenblumenkerne
  • Haferflocken und Vollkorn
  • Hülsenfrüchte
  • Bitterschokolade – auch hier beides

Zink kommt zusätzlich aus tierischen Quellen, wo es besser aufgenommen wird: Fleisch, Käse, Eier. Die ergiebigste Quelle überhaupt ist die Auster – ein Umstand, der außerhalb von Küstenregionen wenig praktischen Wert hat.

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Häufige Fragen

Kann ich Zink und Magnesium zusammen einnehmen?
In einem abgestimmten Kombipräparat ja. Bei zwei hoch dosierten Einzelpräparaten sind zwei Stunden Abstand sinnvoll.

Was passiert, wenn ich sie doch zusammen nehme?
Nichts Schlimmes – die Aufnahme fällt lediglich etwas geringer aus.

Welche Aufteilung ist praktisch?
Zink am Morgen, Magnesium am Abend. Damit ist die Trennung eingebaut.

Warum ist bei Zinkprodukten oft Kupfer dabei?
Weil eine dauerhaft hohe Zinkzufuhr Kupfer verdrängt. Die kleine Menge dient als Gegengewicht.

Was ist ZMA?
Die Kombination aus Zink, Magnesium und Vitamin B6, verbreitet im Kraftsport.

Warum haben Sportler oft einen höheren Bedarf?
Beide Mineralstoffe gehen auch über den Schweiß verloren.

Und bei veganer Ernährung?
Zink wird aus pflanzlichen Quellen schlechter aufgenommen. Einweichen, Keimen und Sauerteig verbessern das.

Wichtig: Hohe Zinkmengen über lange Zeiträume können den Kupferhaushalt beeinträchtigen – bei Daueranwendung gehört das ärztlich begleitet. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist jede Mineralstoffzufuhr ärztlich abzustimmen. Wer bestimmte Antibiotika oder Schilddrüsenhormone einnimmt, hält die dafür genannten Abstände ein.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung.

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