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Magnesium-Formen: Bisglycinat, Citrat, Malat oder Oxid?

Magnesium steckt nie pur in einer Kapsel. Es ist immer an einen Partner gebunden – und dieser Partner entscheidet über Verträglichkeit, Aufnahme und Preis.

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Die unbequeme Grundregel

Bevor es um einzelne Formen geht, ein Zusammenhang, der alles erklärt:

Je mehr elementares Magnesium eine Verbindung enthält, desto schlechter löst sie sich.

Magnesiumoxid besteht zu etwa 60 Prozent aus elementarem Magnesium – rechnerisch der Spitzenwert. Gleichzeitig ist es die Form, die sich am schlechtesten auflöst.

Organische Verbindungen wie Bisglycinat oder Citrat enthalten weniger Magnesium je Gramm, lösen sich aber besser.

Deshalb sagt die große Zahl auf der Packung wenig. Ein Produkt mit viel Magnesiumoxid wirbt mit hohen Milligramm und ist trotzdem die schwächere Wahl.

Kurz gesagt: Hoher Magnesiumgehalt und gute Löslichkeit schließen sich weitgehend aus. Wer nur auf die Milligramm schaut, wählt oft die günstigste Form.

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Die Formen im Überblick

Form Gebunden an Besonderheit
Bisglycinat Glycin besonders magenfreundlich
Citrat Citronensäure gut löslich, kann abführend wirken
Malat Apfelsäure die Säure ist Teil des Energiestoffwechsels
Oxid Sauerstoff höchster Gehalt, schlechteste Löslichkeit
Carbonat Kohlensäure günstig, säurebindend
Taurat Taurin seltener, teurer

Bisglycinat ist an Glycin gebunden, die kleinste aller Aminosäuren. Diese Bindung ist stabil und wird im Darm anders aufgenommen als anorganische Salze – sie belastet den Magen kaum. Das ist der Grund für ihren Ruf.

Citrat ist gut löslich und weit verbreitet. Der Nebeneffekt: In höheren Mengen kann es Wasser im Darm binden und abführend wirken. Das ist keine Nebenwirkung im engeren Sinn, sondern eine Eigenschaft – Magnesiumcitrat wird auch gezielt dafür verwendet.

Malat ist an Apfelsäure gebunden, die selbst Teil des Citratzyklus ist – des zentralen Energiestoffwechsels in der Zelle.

Magnesium Komplex Kapseln von REVIGENA
FÜNF FORMEN · 417 MG ELEMENTAR

Mehrere Verbindungen in einem Produkt – der elementare Gehalt steht im Titel, nicht nur die Gesamtmenge.

Magnesium Komplex

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Die Zahlenfalle

Der häufigste Fehler beim Vergleich zweier Produkte: Die Verbindung wird mit dem Magnesium verwechselt.

2325 mg Magnesiumbisglycinat sind nicht 2325 mg Magnesium. Das Glycin macht den weitaus größten Teil des Gewichts aus – elementar bleiben davon rund 250 mg.

Dasselbe bei Citrat, Malat und allen anderen organischen Formen. Nur bei Oxid liegen Verbindung und elementarer Gehalt näher beieinander – weil der Sauerstoff wenig wiegt.

Was auf einer korrekten Packung steht:

  • Die Menge der Verbindung in Milligramm
  • Davon der elementare Magnesiumgehalt
  • Der Prozentsatz am Nährstoffbezugswert – er bezieht sich immer auf das elementare Magnesium

Der Prozentsatz ist der schnellste Prüfwert. Er lässt sich nicht schönen und macht zwei Produkte sofort vergleichbar.

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Welche Form wofür

Wenn… dann eher
der Magen empfindlich ist Bisglycinat
abends eingenommen wird Bisglycinat
der Darm eher träge ist Citrat
viel Sport getrieben wird Malat oder Citrat
unklar ist, was passt ein Komplex aus mehreren Formen

Die letzte Zeile ist das Argument für Kombinationsprodukte: Verschiedene Formen werden unterschiedlich aufgenommen, und eine Mischung deckt mehrere Wege ab.

Das ist kein Beleg für Überlegenheit, aber eine nachvollziehbare Überlegung – besonders für alle, die nicht mehrere Produkte ausprobieren möchten.

Teil 1: Wo es im Körper sitzt →

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Häufige Fragen

Welche Magnesiumform ist die beste?
Bisglycinat gilt als besonders magenfreundlich, Citrat als gut löslich. Welche passt, hängt vom Zweck ab.

Warum hat Oxid den höchsten Gehalt?
Weil Sauerstoff wenig wiegt. Gleichzeitig löst es sich am schlechtesten.

Warum wirkt Citrat abführend?
Es bindet Wasser im Darm. In höheren Mengen wird das spürbar.

Was bedeutet elementares Magnesium?
Die Menge reinen Magnesiums ohne den Bindungspartner. Nur sie ist vergleichbar.

Woran erkenne ich den echten Gehalt?
Am Prozentsatz des Nährstoffbezugswerts. Er bezieht sich immer auf das elementare Magnesium.

Lohnt sich ein Komplex?
Verschiedene Formen werden unterschiedlich aufgenommen. Eine Mischung deckt mehrere Wege ab.

Wichtig: Bei eingeschränkter Nierenfunktion gehört die Einnahme von Magnesiumpräparaten vorher ärztlich abgeklärt. Bei der Einnahme bestimmter Antibiotika und von Schilddrüsenhormonen ist zeitlicher Abstand einzuhalten. Höhere Mengen können zu weichem Stuhl führen.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung.

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