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Bestes Folat: Worauf es beim Kauf wirklich ankommt

Auf zwei Packungen steht dieselbe Zahl: 400 µg Vitamin B9, 200 Prozent des Bezugswerts. Trotzdem ist in der einen ein Stoff, den es in der Natur nicht gibt, und in der anderen die Form, die im Blut zirkuliert. Der Unterschied steht nicht in der Nährwerttabelle, sondern in der Zutatenliste.

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Folat und Folsäure sind nicht dasselbe

Im Handel werden die beiden Wörter synonym verwendet. Biochemisch sind sie es nicht.

Folat ist der Sammelbegriff für die Formen, die in Lebensmitteln vorkommen – in Blattgemüse, Hülsenfrüchten, Brokkoli, Hefe.

Folsäure dagegen ist eine synthetische Verbindung, die in der Natur nicht existiert. Sie wurde in den 1940er Jahren erstmals hergestellt, ist stabiler und kostet einen Bruchteil.

Beide dürfen als Vitamin B9 deklariert werden. Auf der Nährwerttabelle steht in beiden Fällen dasselbe. Der Unterschied liegt darin, was der Körper anschließend damit tun muss.

Kurz gesagt: Die Milligramm- beziehungsweise Mikrogrammzahl unterscheidet die beiden nicht. Nur die Zutatenliste tut das.

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Der Umwandlungsweg, den 5-MTHF spart

Synthetische Folsäure ist nicht direkt verwendbar. Sie muss im Körper über mehrere Enzymschritte umgebaut werden, bevor sie in den Stoffwechsel eintreten kann.

Der letzte dieser Schritte führt zu 5-Methyltetrahydrofolat – kurz 5-MTHF. Das ist die Form, die tatsächlich im Blut zirkuliert und an den Reaktionen teilnimmt.

Ein Präparat mit 5-MTHF bringt diese Endform bereits mit. Der Umwandlungsweg entfällt.

Das ist der Grund, warum 5-MTHF trotz des deutlich höheren Rohstoffpreises zunehmend verwendet wird – und warum die allermeisten günstigen Präparate weiterhin schlichte Folsäure enthalten. Wer beim Vergleich nur auf die Mikrogrammzahl schaut, sieht diesen Unterschied nicht.

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Die zweite Angabe: welches Salz

Wer 5-MTHF auf der Packung findet, ist einen Schritt weiter – aber noch nicht am Ende. Denn 5-MTHF ist für sich genommen empfindlich: Es reagiert mit Sauerstoff und verliert bei Lagerung an Gehalt.

Deshalb wird es als Salz gebunden verarbeitet. Welches Salz das ist, gehört aufs Etikett – steht dort nur „Folat", fehlt die entscheidende Angabe.

Verbreitet sind zwei Varianten:

  • Calciumsalz – die ältere und günstigere Form
  • Glucosaminsalz – gilt als die stabilste verfügbare Variante

Bei flüssigen Produkten fällt dieser Punkt besonders ins Gewicht. Eine Fläschchenlösung steht über Wochen im Bad oder auf dem Küchenregal – die Stabilität der Verbindung entscheidet darüber, ob am Ende noch drin ist, was drauf steht.

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Tropfen, Kapsel oder Tablette

400 Mikrogramm sind vier Zehntausendstel Gramm – eine Menge, die man kaum sehen kann.

Eine Kapsel oder Tablette braucht deshalb Trägermaterial, um diese Winzigkeit auf ein handhabbares Volumen zu bringen. Füllstoffe, Trennmittel, Presshilfsstoffe. Bei Tropfen übernimmt das Wasser diese Aufgabe.

Der zweite Unterschied ist die Abstufung. Vier Tropfen ergeben 400 µg, zwei entsprechend 200 µg. Bei einer gepressten Tablette ist die Menge festgelegt – teilen lässt sie sich nur ungenau.

Der Nachteil der flüssigen Form: kürzere Haltbarkeit nach dem Öffnen. Eine wässrige Lösung ohne Konservierungsmittel gehört in den Kühlschrank.

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Was in flüssigen Präparaten sonst noch steckt

Genau hier lohnt der Blick besonders. Eine wässrige Lösung ist ein Nährboden – ohne Zusatz wäre sie nicht lange haltbar. Deshalb enthalten Tropfenprodukte fast immer weitere Stoffe:

  • Alkohol als Lösungs- und Konservierungsmittel
  • Glycerin oder Propylenglykol als Trägerflüssigkeit
  • Kaliumsorbat und verwandte Konservierungsstoffe
  • Aromen und Süßungsmittel, um den Geschmack zu überdecken

Keiner dieser Stoffe ist verboten oder ungewöhnlich. Aber sie stehen in der Zutatenliste, und eine Liste mit sechs Einträgen sagt etwas anderes aus als eine mit zwei.

Ein Verzicht darauf ist nur möglich, wenn die Wirkstoffform stabil genug ist – und wird mit einer kürzeren Haltbarkeit nach dem Öffnen bezahlt. Das ist eine echte Abwägung, keine reine Qualitätsfrage.

Folat Tropfen 400 µg als 5-MTHF von REVIGENA im Braunglas
ZWEI ZUTATEN

400 µg Folat als 5-MTHF-Glucosaminsalz pro Tagesdosis. Demineralisiertes Wasser und Wirkstoff – ohne Alkohol, Konservierungs- und Süßungsmittel. Folat trägt zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei.

Folat Tropfen 400 µg

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Warum Folat empfindlich ist

Der Name stammt vom lateinischen folium, dem Blatt – entdeckt wurde die Substanz in den 1940er Jahren in Spinatblättern.

Ergiebig sind grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Brokkoli, Spargel und Hefe. Das Problem ist die Empfindlichkeit gegenüber Hitze, Licht und Wasser. Beim Kochen geht ein erheblicher Teil verloren – teils durch Zerfall, teils weil das wasserlösliche Vitamin ins Kochwasser übergeht.

Dieselbe Empfindlichkeit gilt für das Präparat. Daraus folgen zwei praktische Punkte:

  • Nicht in heiße Getränke geben – kaltes oder handwarmes Wasser ist richtig
  • Lichtgeschützt lagern – Braunglas statt durchsichtiger Kunststoffflasche
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Was Folat auf der Packung sagen darf

Anders als bei sekundären Pflanzenstoffen ist Folat ein Vitamin – und trägt entsprechend zugelassene gesundheitsbezogene Angaben. Voraussetzung ist, dass eine Mindestmenge erreicht wird.

Zugelassen sind unter anderem:

  • Folat trägt zur normalen Blutbildung bei.
  • Folat hat eine Funktion bei der Zellteilung.
  • Folat trägt zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei.
  • Folat trägt zu einer normalen Aminosäuresynthese bei.
  • Folat trägt zur normalen psychischen Funktion bei.
  • Folat trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
  • Folat trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

Diese Angaben gelten für Folat als Nährstoff – unabhängig davon, ob Folsäure oder 5-MTHF in der Packung ist. Ein Hersteller darf daraus also keinen Vorteil für die eine oder andere Form ableiten. Wer schreibt, seine Form wirke besser, verlässt den zulässigen Rahmen.

Das ist ein brauchbares Prüfkriterium: Die Formfrage ist eine Frage der Deklaration, nicht der beworbenen Wirkung.

Homocystein – welche fünf Nährstoffe die Angabe tragen →

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Die Checkliste

Wer zwei Produkte nebeneinanderlegt, findet die Antwort in vier Zeilen:

1. Steht 5-MTHF oder Folsäure in der Zutatenliste?
Nicht in der Nährwerttabelle nachsehen – dort steht bei beiden dasselbe.

2. Welche Salzform ist angegeben?
Calcium- oder Glucosaminsalz. Steht nur „Folat", fehlt die Angabe.

3. Wie viele Zutaten hat das Produkt?
Besonders bei Tropfen aufschlussreich – Alkohol, Glycerin und Konservierungsstoffe sind der Normalfall.

4. Wie ist es verpackt?
Folat ist lichtempfindlich. Braunglas ist bei einer flüssigen Zubereitung kein Schmuck.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Folat und Folsäure?
Folat ist der Sammelbegriff für die natürlich vorkommenden Formen. Folsäure ist eine synthetische Verbindung, die in der Natur nicht existiert.

Was bedeutet 5-MTHF?
5-Methyltetrahydrofolat – die Form, die im Blut zirkuliert. Sie steht am Ende des Umwandlungswegs, den synthetische Folsäure im Körper durchlaufen muss.

Warum ist die Salzform wichtig?
Reines 5-MTHF reagiert mit Sauerstoff. Als Salz gebunden ist es stabiler – das Glucosaminsalz gilt als die bestständige Variante.

Warum steht bei 400 µg 200 Prozent?
Der Nährstoffbezugswert für Folat liegt bei 200 µg. 400 µg sind entsprechend das Doppelte.

Tropfen oder Kapsel?
Tropfen lassen sich feiner abstufen und kommen ohne Füllstoffe aus. Kapseln sind dafür nach dem Öffnen länger haltbar.

Warum nicht in heißen Tee geben?
Folat ist hitzeempfindlich – derselbe Grund, aus dem beim Kochen von Gemüse ein erheblicher Teil verloren geht.

Warum täglich statt gelegentlich?
Folat ist wasserlöslich und wird kaum gespeichert. Eine gleichmäßige Zufuhr ist sinnvoller als hohe Einzelmengen.

Muss ich Vitamin B12 mitdenken?
Die beiden arbeiten an derselben Reaktion. Wer Folat über längere Zeit nimmt, sollte die B12-Versorgung im Blick behalten – besonders bei pflanzlicher Ernährung.

Wichtig: Eine höhere Folatzufuhr kann einen bestehenden Vitamin-B12-Mangel im Blutbild verdecken, während die neurologischen Folgen fortbestehen – bei längerer Einnahme gehört der B12-Status deshalb ärztlich geprüft. In Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kinderwunsch sowie bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten gehört die Ergänzung ärztlich begleitet; das gilt besonders bei Antiepileptika und Methotrexat. Die angegebene Verzehrmenge nicht überschreiten.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung.

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