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Astaxanthin Dosierung: 4, 8 oder 12 mg – was üblich ist

4 mg, 8 mg, 12 mg – die Angaben auf Astaxanthin-Präparaten gehen weit auseinander. Anders als bei Vitaminen gibt es hier keinen offiziellen Referenzwert, an dem sich eine Menge messen ließe. Was es gibt, sind gebräuchliche Mengen, eine behördliche Einschätzung und ein paar Punkte, die man kennen sollte.

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Warum es keinen Tagesbedarf gibt

Bei Vitamin C oder Magnesium steht auf der Packung ein Prozentwert. Er bezieht sich auf den Nährstoffbezugswert – eine europaweit festgelegte Größe, an der sich jede Menge einordnen lässt.

Für Astaxanthin existiert kein solcher Wert. Es ist kein Vitamin und kein Mineralstoff, sondern ein sekundärer Pflanzenstoff. Der Körper braucht ihn nicht, es gibt keinen Mangelzustand und entsprechend auch keine Empfehlung, wie viel davon aufzunehmen wäre.

In der Nährwerttabelle steht deshalb in der NRV-Spalte ein Sternchen mit dem Hinweis, dass kein Bezugswert bekannt ist. Wer dort eine Prozentzahl ausweist, hat sie erfunden.

Kurz gesagt: „Hochdosiert" ist bei Astaxanthin eine Aussage ohne Bezugsgröße. Es gibt nichts, wozu die Menge hoch wäre.

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Was in Europa üblich ist

Astaxanthin aus Haematococcus pluvialis ist in der EU als neuartiges Lebensmittel zugelassen. Diese Zulassung ist mit einer Höchstmenge verknüpft, die für Nahrungsergänzungsmittel gilt.

Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat für Astaxanthin eine duldbare tägliche Aufnahmemenge abgeleitet, die vom Körpergewicht abhängt. Für einen Erwachsenen liegt sie im Bereich weniger Milligramm pro Tag – deutlich unter dem, was manche Präparate auf dem Markt anbieten.

Deshalb sind in europäischen Produkten 4 mg die verbreitetste Menge. Höhere Angaben stammen häufig von Herstellern, die sich am amerikanischen Markt orientieren, wo andere Regeln gelten.

Mehr ist hier also nicht besser, sondern zuerst einmal eine Frage der Zulässigkeit. Wer 12 mg auf einer Packung sieht, sollte prüfen, ob das Produkt überhaupt für den europäischen Markt bestimmt ist.

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Die Milligrammzahl allein sagt wenig

Zwei Präparate mit derselben Angabe können sich erheblich unterscheiden. Der Grund liegt in der Aufnahme.

Astaxanthin ist fettlöslich. Ohne Fettanteil wird nur ein Bruchteil dessen aufgenommen, was deklariert ist. Eine Pulverkapsel mit 8 mg kann damit weniger liefern als eine ölgelöste Kapsel mit 4 mg.

Worauf es beim Vergleich ankommt:

  • Ölgelöst oder Pulver – das entscheidet mehr als die Zahl
  • Welches Öl genannt wird, nicht nur „pflanzliches Öl"
  • Ob die Algenart Haematococcus pluvialis in der Zutatenliste steht
  • Ob ein Markenrohstoff ausgewiesen ist

Der erste Punkt hat mehr Gewicht als alle anderen zusammen.

Bestes Astaxanthin – woran du natürliches erkennst →

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Wann und wie einnehmen

Zur größten Mahlzeit des Tages. Auch wenn die Kapsel bereits Öl enthält – wenn die Fettverdauung ohnehin läuft, fällt die Aufnahme besser aus.

Eine Aufteilung auf mehrere Portionen bringt nichts. Carotinoide werden nicht stündlich verbraucht, sondern lagern sich im Gewebe ein.

Und genau deshalb ist der Zeitraum wichtiger als die Menge: Der Gewebespiegel baut sich über Wochen auf, nicht über Tage. Üblich ist eine durchgehende Anwendung über mindestens acht Wochen. Wer nach zehn Tagen abbricht, hat den Aufbau nie abgeschlossen.

Zur Lagerung: kühl, trocken, lichtgeschützt. Carotinoide oxidieren an Luft und Licht.

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Die in Europa gebräuchliche Tagesmenge, gelöst in extra nativem Olivenöl. Der Fettträger ist dabei. Mit 5 mg Vitamin E – Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

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Was wir zur Wirkung nicht schreiben

Für Astaxanthin ist in der EU keine gesundheitsbezogene Angabe zugelassen. Das gilt unabhängig davon, welche Menge in der Kapsel steckt – auch bei höherer Dosierung darf niemand schreiben, was der Stoff im Körper bewirkt.

Wo eine Aussage steht, gehört sie einem anderen Bestandteil. Bei ölgelösten Präparaten meist dem Vitamin E aus dem Antioxidans: Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Diese Angabe ist an eine Mindestmenge geknüpft und trifft keine Aussage über das Astaxanthin.

Wenn ein Anbieter also eine höhere Milligrammzahl mit einer stärkeren Wirkung begründet, verlässt er den zulässigen Rahmen – unabhängig davon, ob die Aussage inhaltlich zutrifft.

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Häufige Fragen

Wie viel Astaxanthin pro Tag?
In europäischen Präparaten sind 4 mg die gebräuchliche Menge. Einen offiziellen Tagesbedarf gibt es nicht.

Sind 12 mg besser als 4 mg?
Nicht automatisch. Die europäische Behörde hat eine gewichtsabhängige Obergrenze abgeleitet, die deutlich niedriger liegt als manche Angebote.

Warum steht kein Prozentwert in der Tabelle?
Weil für Astaxanthin kein Nährstoffbezugswert festgelegt ist. Ein Sternchen ist dort korrekt.

Morgens oder abends einnehmen?
Zur größten Mahlzeit – die Tageszeit spielt keine Rolle, der Fettanteil schon.

Auf mehrere Portionen aufteilen?
Nicht nötig. Carotinoide lagern sich im Gewebe ein statt stündlich verbraucht zu werden.

Wie lange dauert es, bis sich der Spiegel aufbaut?
Wochen, nicht Tage. Acht Wochen sind ein üblicher Zeitraum.

Kann man zu viel nehmen?
Die empfohlene Verzehrmenge auf der Packung ist die Grenze. Sie darf nicht überschritten werden.

Wichtig: Die auf der Packung angegebene Verzehrmenge nicht überschreiten. Bei bestehenden Erkrankungen und bei der Einnahme von Medikamenten gehört die Anwendung vorher ärztlich abgeklärt. Für Schwangere und Stillende liegen keine ausreichenden Daten vor – hier ist von einer Einnahme abzusehen. Bei Allergie gegen Algen oder Meeresprodukte die Zutatenliste sorgfältig prüfen.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung.

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