Ginkgo ist ein Pflanzenstoff für die lange Strecke. Er wird meist über Monate genommen – und weil er mit einigen Medikamenten zusammenspielen kann, lohnt sich ein Blick auf die Details.
Kurz gesagt: Ginkgo wird täglich zu einer Mahlzeit eingenommen, traditionell über mehrere Monate. Vorsicht gilt bei Gerinnungshemmern, ASS und vor Operationen. Wer Ginkgo mit anderen Pflanzenstoffen kombinieren möchte, findet ihn auch in Komplexen.
Zeitpunkt und Dauer
- Zu einer Mahlzeit: So wird Ginkgo meist besser vertragen.
- Jeden Tag zur gleichen Zeit: Am einfachsten zum Frühstück.
- Über Monate: Ginkgo wird traditionell nicht kurzfristig, sondern dauerhaft eingenommen. In Studien liefen Anwendungen meist mehrere Monate.
- Verzehrempfehlung einhalten: Mehr ist bei Nahrungsergänzung nicht vorgesehen.
Verträglichkeit
Ginkgo-Extrakte werden in der Regel gut vertragen. Gelegentlich berichten Anwender von leichten Magenbeschwerden, Kopfschmerzen oder Schwindel. Selten kommen allergische Hautreaktionen vor. Treten Beschwerden auf, wird die Einnahme beendet.
Wechselwirkungen
| Situation | Warum Rücksprache |
|---|---|
| Gerinnungshemmer (z. B. Marcumar, neue orale Antikoagulanzien) | möglicher Einfluss auf die Blutgerinnung |
| ASS und andere Schmerzmittel | möglicherweise erhöhte Blutungsneigung |
| Vor Operationen und Zahnbehandlungen | Ginkgo rechtzeitig vorher absetzen, ärztlich abstimmen |
| Epilepsie-Medikamente | Einfluss auf die Wirkung nicht ausgeschlossen |
| Regelmäßige Medikamente allgemein | Ginkgo kann den Abbau mancher Arzneimittel verändern |
Ginkgo im Komplex
Ginkgo wird oft mit anderen traditionellen Pflanzen kombiniert. Typische Partner sind Bacopa monnieri aus dem Ayurveda, Ginseng, Rosenwurz (Rhodiola) aus dem hohen Norden und Grüntee. Dazu kommen häufig Omega-3-Fettsäuren aus Algenöl.
Bei Komplexen lohnt der Blick auf jede einzelne Zutat: Grüntee bringt etwas Koffein mit, und die Hinweise zu Medikamenten gelten für alle enthaltenen Pflanzen.

300 mg Bacopa, 50 mg Ginkgo-Extrakt, dazu Ginseng, Grüntee, Rosenwurz, OPC und DHA aus Algenöl. Zwei Kapseln täglich nach einer Mahlzeit, 120 Kapseln.
Gedächtnis Komplex
Zum Produkt →Teil 3: Ginkgo – Herkunft und Geschichte →
Häufige Fragen
Wann nehme ich Ginkgo am besten ein?
Zu einer Mahlzeit, am einfachsten zum Frühstück.
Wie lange kann ich Ginkgo nehmen?
Ginkgo wird traditionell über Monate eingenommen. Bei dauerhafter Einnahme und Medikamenten ist Rücksprache sinnvoll.
Ginkgo und ASS zusammen?
Nur nach ärztlicher Rücksprache.
Muss ich Ginkgo vor einer OP absetzen?
Ja, rechtzeitig vorher und in Absprache mit dem Arzt oder Zahnarzt.
Kann ich Ginkgo-Samen essen?
Rohe Samen nicht – sie sind giftig. In Asien werden sie nur gegart und in kleinen Mengen gegessen.
Wichtig: Nicht für Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche. Wer Gerinnungshemmer, ASS oder andere Medikamente regelmäßig einnimmt, klärt die Einnahme vorher ärztlich ab.
Für Ginkgo, Bacopa, Ginseng, Rosenwurz und Grüntee sind für Nahrungsergänzungsmittel nach EU-Recht keine gesundheitsbezogenen Angaben zugelassen. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden.