Eine Tablette enthält 1 mg Melatonin. Weil sie keinen Überzug trägt, lässt sie sich an der Bruchkante teilen – daraus werden zwei Portionen zu je 0,5 mg. Beide Mengen haben ihren Sinn, denn die zugelassenen Angaben knüpfen an unterschiedliche Schwellen an: 1 mg für die Einschlafzeit, 0,5 mg für den Jetlag.
Ein Reinstoff, kein Extrakt
Melatonin ist chemisch eindeutig definiert: N-Acetyl-5-Methoxytryptamin, ein weißes bis blassgelbes Pulver. Anders als bei einem Pflanzenextrakt gibt es hier kein Extraktverhältnis und keinen Leitstoffgehalt, über den sich Produkte unterscheiden ließen. Was zählt, ist die Reinheit des Rohstoffs und was sonst noch in die Tablette kommt.
Verwandt ist das Molekül mit der Aminosäure Tryptophan – der Körper baut sein eigenes Melatonin über mehrere Zwischenstufen daraus auf. Deshalb führen wir Tryptophan auch als eigenes Produkt.
Woher der Rohstoff kommt
Bis in die 1990er-Jahre wurde Melatonin aus den Zirbeldrüsen geschlachteter Rinder gewonnen. Der Aufwand war beträchtlich, die Ausbeute winzig, und die Rohstoffquelle brachte Risiken mit, die man heute nicht mehr eingehen würde. Dieses Verfahren spielt keine Rolle mehr.
Heute wird Melatonin synthetisch hergestellt, üblicherweise ausgehend von einem Indol-Grundgerüst, an das die Methoxy- und die Acetylgruppe angefügt werden. Das Ergebnis ist chemisch identisch mit dem körpereigenen Molekül – identisch im Wortsinn, nicht bloß ähnlich. Und es ist vegan, was bei der alten Gewinnungsmethode nicht der Fall war.
Entscheidend ist die anschließende Reinigung. Üblich ist die Umkristallisation: Das Rohprodukt wird in einem Lösungsmittel gelöst und beim Abkühlen wieder auskristallisiert, wobei Verunreinigungen in der Mutterlauge zurückbleiben. Je öfter dieser Schritt wiederholt wird, desto reiner das Ergebnis – und desto höher der Materialverlust, weil bei jedem Durchgang ein Teil des Wirkstoffs mitgeht.
Warum die Menge so klein ist
Ein Milligramm ist ein Tausendstel Gramm. Der Körper selbst kommt nachts sogar mit noch weniger aus – die Ausschüttung der Zirbeldrüse bewegt sich im Bereich von Zehntel-Milligramm.
Präparate mit 5 oder 10 mg liegen also um ein Vielfaches über dem, was der Körper kennt. Wir bleiben bei der Menge, die zu den zugelassenen Angaben gehört, und machen sie stattdessen teilbar.
Zwei Zutaten, sonst nichts
Melatonin und mikrokristalline Cellulose. Die Cellulose ist hier nicht wegzudiskutieren: Ein Milligramm Pulver lässt sich nicht zu einer Tablette pressen, die man in der Hand halten kann. Sie bringt die Wirkstoffmenge auf ein Volumen, das sich gleichmäßig verteilen und sauber verpressen lässt.
Nicht enthalten sind damit:
Magnesiumstearat und andere Trennmittel
Siliciumdioxid als Rieselhilfe
Tablettenüberzüge und Glanzmittel
Farbstoffe, Titandioxid und Aromen
Zucker und Süßungsmittel
Gelatine und tierische Ausgangsstoffe
Warum Tablette und nicht Kapsel
Eine Kapsel ließe sich nicht teilen. Bei einem Milligramm ist das kein Detail, sondern der Kern der Sache: Viele kommen mit der halben Menge aus, und wer neu anfängt, beginnt sinnvollerweise dort. Eine Kapsel würde diese Wahl nehmen.
Der Preis dafür ist eine Tablette ohne Überzug. Sie fühlt sich rauer an und zieht Feuchtigkeit schneller, weshalb die Flasche nach jeder Entnahme fest verschlossen gehört.
WIRKUNGEN
Für Melatonin sind zwei Angaben zugelassen:
Einschlafzeit: Melatonin trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen. Dafür ist 1 mg kurz vor dem Schlafengehen nötig – also eine ganze Tablette.
Jetlag: Melatonin trägt dazu bei, die Auswirkungen des Jetlags zu mildern. Hier genügen 0,5 mg, also eine halbe Tablette.
Ein Signal, kein Schalter
Melatonin macht nicht müde. Es teilt dem Körper mit, dass es Abend ist – und der zieht daraus seine Schlüsse. Der Unterschied klingt spitzfindig, erklärt aber, warum die Einnahme am helllichten Tag wenig ausrichtet.
Gebildet wird es in der Zirbeldrüse, einem erbsengroßen Organ mitten im Gehirn. Sie folgt dabei dem Licht: Wird es dunkel, steigt die Ausschüttung, im Lauf der Nacht erreicht sie ihren Höhepunkt und fällt gegen Morgen wieder ab.
Warum abends das Handy stört
Die Zirbeldrüse reagiert besonders empfindlich auf blaues Licht – jenen Anteil, der auch im Tageslicht überwiegt. Displays und LED-Lampen liefern davon reichlich.
Für den Körper sieht eine Stunde am hellen Bildschirm deshalb aus wie später Nachmittag. Er verschiebt die Melatoninausschüttung entsprechend nach hinten – und man liegt wach, obwohl man müde ist.
Warum Jetlag entsteht
Die innere Uhr verstellt sich nur langsam, etwa eine Stunde pro Tag. Wer sechs Zeitzonen überfliegt, braucht also fast eine Woche, bis der Körper angekommen ist – währenddessen ist er nachts wach und tagsüber erschöpft.
Flüge nach Osten sind dabei unangenehmer als nach Westen. Den Tag zu verlängern fällt dem Körper leichter, als ihn zu verkürzen.
Was sich mit dem Alter ändert
Die Melatoninproduktion ist bei Kindern am höchsten und nimmt über die Jahrzehnte deutlich ab. Ältere Menschen bilden nur noch einen Bruchteil dessen, was ein Jugendlicher nachts ausschüttet.
Das ist einer der Gründe, warum sich der Schlaf mit dem Alter verändert – früher müde, früher wach, insgesamt leichter.
Was gut dazu passt
Wer den Abend pflanzlich begleiten möchte, findet bei uns Baldrian als ganzes Wurzelpulver und Passionsblume als Extrakt. Magnesium Glycinat wird ebenfalls häufig abends genommen.
DOSIERUNG
Verzehrempfehlung
Etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen eine halbe bis eine Tablette mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen.
Mit der halben Tablette beginnen
Viele kommen mit 0,5 mg aus. Wer neu anfängt, probiert es zuerst damit – nach oben lässt sich immer noch gehen, umgekehrt ist es unangenehmer.
Der Zeitpunkt entscheidet
Melatonin wirkt nicht wie ein Schalter, sondern als Signal. Eine Stunde Vorlauf gibt dem Körper Zeit, darauf zu reagieren. Direkt vor dem Hinlegen eingenommen, kommt das Signal zu spät.
Danach das Licht dimmen
Wer nach der Einnahme noch eine Stunde am hellen Bildschirm sitzt, arbeitet gegen das eigene Vorhaben. Gedämpftes Licht in der letzten Stunde bringt oft mehr als die Tablette selbst – zusammen wirken beide am besten.
Bei Jetlag
Am Zielort abends zur dortigen Schlafenszeit einnehmen, nicht nach der Uhr der Heimat. Sinnvoll ist das an den ersten Abenden nach der Ankunft, bis sich der Rhythmus eingependelt hat.
Nicht vor dem Autofahren
Nach der Einnahme kann die Reaktionsfähigkeit eingeschränkt sein. Fahren Sie danach kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen.
Lagerung
Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Bei einer Tablette ohne Überzug zieht Feuchtigkeit schneller ein – die Flasche deshalb zügig wieder verschließen.
Zu beachten
Nicht geeignet für Kinder, Schwangere und Stillende.
Nach der Einnahme kein Fahrzeug führen.
Wenn Sie Medikamente einnehmen, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt.
Die angegebene Verzehrmenge nicht überschreiten.
Passt gut dazu
Baldrian 500 mg: ganzes Wurzelpulver, in der Kräutertradition dem Abend zugeordnet.
Passionsblume 750 mg: ein Extrakt im Verhältnis 12:1 mit ausgewiesenem Flavongehalt.
Magnesium Glycinat: an Glycin gebunden und auch nüchtern bekömmlich.
Inhalt
Nahrungsergänzungsmittel mit Melatonin.
Nährwerte
pro Tagesdosis*
NRV**
Melatonin
1 mg
***
* 1 Tablette ** Prozentsatz der Nährstoffbezugswerte gem. Verordnung VO (EU) Nr. 1169/2011 (LMIV) *** Keine Nährstoffbezugswerte bekannt.
Zutaten: Mikrokristalline Cellulose, Melatonin.
Darreichungsform: Tabletten
Inhalt: 120 Tabletten – Reichweite 120 Nächte bei einer ganzen Tablette
Verzehrempfehlung: Etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen ½ bis 1 Tablette mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen.
Wichtige Hinweise: Nahrungsergänzungsmittel dürfen nicht als Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise verwendet werden. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Nicht geeignet für Kinder und Jugendliche, während Schwangerschaft und Stillzeit. Nicht vor dem Autofahren oder dem Bedienen von Maschinen einnehmen. Bei bestehender Erkrankung oder Einnahme von Medikamenten vor Gebrauch ärztlichen Rat einholen. Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.
QUALITÄT
Darauf haben wir geachtet
Bei einem Reinstoff gibt es keine Rezeptur, mit der sich etwas verbessern ließe. Die Qualität entscheidet sich an zwei Stellen: an der Reinheit des Rohstoffs und daran, was außer ihm noch in die Tablette kommt.
Die erste Entscheidung ist die Menge. Ein Milligramm ist wenig – auffällig wenig, verglichen mit Präparaten, die fünf oder zehn davon auf die Vorderseite schreiben. Wir bleiben trotzdem dabei, weil 1 mg genau die Menge ist, an die die zugelassenen Angaben anknüpfen, und weil der Körper selbst mit noch weniger auskommt.
Die zweite ist der fehlende Überzug. Ein Filmüberzug macht Tabletten glatter, unempfindlicher gegen Feuchtigkeit und in der Produktion einfacher – er bringt allerdings Glanzmittel und meist Titandioxid mit sich, und er macht die Bruchkante unbrauchbar. Bei einer Tablette, deren halbe Dosis gefragt ist, wäre das der falsche Kompromiss.
Bleibt die Presshilfe. Mikrokristalline Cellulose ist bei einem Milligramm Wirkstoff unvermeidbar, aber sie ist auch schon alles: kein Trennmittel, keine Rieselhilfe. Das Pulver läuft dadurch langsamer durch die Anlage und verlangt häufigere Reinigung.
Unsere Standards
Herstellung in Deutschland nach HACCP und GMP
Braunglas statt Kunststoff, ohne Weichmacher
Teilbare Tablette ohne Überzug – 1 mg oder 0,5 mg
Synthetisch hergestelltes Melatonin, frei von tierischen Ausgangsstoffen
Ohne Magnesiumstearat, Siliciumdioxid und andere Trennmittel
Ohne Farbstoffe, Titandioxid, Glanzmittel und Aromen
Ohne Zucker und Süßungsmittel
Vegan, glutenfrei, laktosefrei und sojafrei
Warum Braunglas
Melatonin ist der Stoff, den der Körper bei Dunkelheit bildet – und er ist auch außerhalb des Körpers lichtempfindlich. Braunglas hält das Licht ab, schließt dichter gegen Feuchtigkeit als eine Kunststoffdose und gibt keine Weichmacher an den Inhalt ab. Bei einer Packung, die ein Jahr reicht, zählt das mehr als bei einer Monatsdose.
Und das Glas ist zu schade zum Wegwerfen: Das Etikett löst sich nach etwa fünf Minuten in heißem Wasser, Klebstoffreste gehen mit etwas Spülmittel ab. Danach haben Sie ein sauberes Vorratsglas.
Herstellung und Verpackung
Verpresst und abgefüllt in Deutschland nach den Grundsätzen der Lebensmittelsicherheit (HACCP) und der guten Herstellungspraxis (GMP). Die Versandkartons sind recycelbar, die Polsterung ist plastikfrei.
Gute Gründe für Revigena
Sorgfältig ausgewählte Rohstoffe
Schonende Verarbeitung
Unabhängige Qualitätsprüfungen
Frei von unnötigen Zusätzen
Verantwortung & Nachhaltigkeit
Made with care
Gute Gründe für Revigena
Sorgfältig ausgewählte Rohstoffe
Schonende Verarbeitung
Unabhängige Qualitätsprüfungen
Frei von unnötigen Zusätzen
Verantwortung & Nachhaltigkeit
Made with care
Was Revigena auszeichnet?
Revigena - ausgewählt, ehrlich, nachvollziehbar
Qualität, die man versteht
Einfach gute Produkte
Verantwortung von Anfang an
Für den Alltag gemacht
Bewusst entwickelt
Erfahren Sie mehr in unseren FAQ
Sind die Revigena-Nahrungsergänzungsmittel vegan?
Ja, all unsere Nahrungsergänzungsmittel sind pflanzlich und vegan, mit hoher Bioverfügbarkeit und optimaler Aufnahme.
Wie finde ich heraus, welches Supplement für mich geeignet ist?
Unsere Produktbeschreibungen bieten detaillierte Informationen zu den Vorteilen jedes Supplements. Alternativ können Sie einen Gesundheitsberater für individuelle Empfehlungen konsultieren.
Sind die Inhaltsstoffe biologisch?
Viele unserer Nahrungsergänzungsmittel werden aus biologischen Rohstoffen hergestellt, um natürliche, hochwertige Inhaltsstoffe für bessere Gesundheitsergebnisse zu gewährleisten.
Kann ich mehrere Nahrungsergänzungsmittel gleichzeitig einnehmen?
Ja, die meisten unserer Nahrungsergänzungsmittel können kombiniert werden. Es ist jedoch ratsam, dies mit einem Gesundheitsberater abzuklären, um sicherzustellen, dass sie Ihren spezifischen Bedürfnissen entsprechen.