In der Kapsel steckt die freie Aminosäure – nicht als Salz gebunden und nicht als Vorstufe. 500 mg auf dem Etikett sind hier also auch 500 mg Tryptophan.
Ein Reinstoff, kein Extrakt
L-Tryptophan ist chemisch eindeutig definiert: eine der neun essenziellen Aminosäuren, ein weißes kristallines Pulver mit leicht bitterem Geschmack. Anders als bei einem Pflanzenextrakt gibt es hier kein Extraktverhältnis und keinen Leitstoffgehalt – was zählt, ist die Reinheit und was sonst noch in die Kapsel kommt.
Das L im Namen steht für die räumliche Anordnung des Moleküls. Aminosäuren kommen in zwei spiegelbildlichen Formen vor, und der Körper verwertet nur die L-Form. Die D-Form ist chemisch dieselbe Substanz, passt aber nicht in die Enzyme, die damit arbeiten sollen.
Woher der Rohstoff kommt
Für die Gewinnung gibt es zwei Wege. Der ältere ist die Hydrolyse: Tierisches oder pflanzliches Eiweiß wird mit Säure aufgespalten, und aus dem Gemisch werden die einzelnen Aminosäuren abgetrennt. Das Verfahren ist günstig, liefert aber ein Gemisch, das aufwendig zerlegt werden muss – und die Herkunft des Ausgangseiweißes lässt sich nicht immer sauber angeben.
Der zweite Weg ist die Fermentation. Bakterien in einer Zuckerlösung stellen die Aminosäure gezielt her und geben sie ins Nährmedium ab, wo sie isoliert und mehrfach umkristallisiert wird. Das dauert länger und kostet mehr, liefert dafür einen Reinstoff ohne tierische Ausgangsstoffe. Dieses Tryptophan stammt aus Fermentation.
Warum die Reinheit hier besonders zählt
Tryptophan hat eine Vorgeschichte, die in der Branche bis heute nachwirkt: 1989 verursachte eine verunreinigte Charge eines einzelnen japanischen Herstellers schwere Erkrankungen. Ursache waren nicht das Tryptophan selbst, sondern Nebenprodukte aus einem geänderten Produktionsverfahren.
Die Folge waren jahrelange Verkaufsverbote und, als sie fielen, deutlich strengere Anforderungen an Reinheit und Chargenprüfung. Wer heute Tryptophan herstellt, arbeitet unter diesen Vorgaben – und das ist der Grund, warum bei diesem Stoff die Herkunft des Rohstoffs mehr Gewicht hat als bei anderen Aminosäuren.
Zwei Zutaten, sonst nichts
L-Tryptophan und eine Kapselhülle aus pflanzlicher Cellulose. Ein Reinstoff, der als Pulver vorliegt, füllt die Kapsel von selbst – Füllstoffe wären technisch unnötig. Nicht enthalten sind damit:
Magnesiumstearat und andere Trennmittel
Siliciumdioxid als Rieselhilfe
Füllstoffe wie Cellulose, Reismehl oder Maltodextrin
Tryptophan aus tierischen Hydrolysaten
Farbstoffe, Titandioxid und Überzugsmittel
Zucker, Süßungsmittel und Aromen
Gelatine – die Hülle ist rein pflanzlich
Warum Kapsel und nicht Pulver
Freie Aminosäuren schmecken je nach Art bitter, sauer oder schwefelig – Tryptophan gehört zu den bitteren. Eingerührt in Wasser bleibt der Geschmack minutenlang im Mund, weshalb Pulverprodukte fast immer Aromen und Süßungsmittel brauchen.
Die Kapsel macht beides überflüssig. Der Preis dafür ist die Stückzahl: Weil das Pulver voluminös ist, fasst eine Kapsel 500 mg – wer mehr nehmen möchte, nimmt entsprechend zwei.
WISSENSWERTES
Der Anfang einer längeren Kette
Tryptophan ist der Ausgangsstoff für eine Umbaukette, die im Körper über mehrere Stufen läuft. Aus Tryptophan wird zunächst 5-Hydroxytryptophan, daraus der Botenstoff Serotonin – und aus Serotonin bildet die Zirbeldrüse in der Dunkelheit Melatonin.
Das ist der Grund, warum diese vier Namen in Gesprächen über den Abend immer wieder zusammen auftauchen. Sie gehören tatsächlich zusammen – als Stationen desselben Weges.
Die teuerste Aminosäure der Natur
Tryptophan ist das größte und komplexeste der zwanzig Proteinbausteine. Sein Aufbau verlangt einer Pflanze oder einem Bakterium deutlich mehr Energie und mehr Enzymschritte als der jeder anderen Aminosäure.
Die Natur geht deshalb sparsam damit um. In den Proteinen von Pflanzen und Tieren macht Tryptophan meist nur rund ein Prozent aus – es ist der knappste Baustein überhaupt. Wer ein Ei isst, nimmt gut sechs Gramm Eiweiß auf und davon vielleicht siebzig Milligramm Tryptophan.
Das erklärt zugleich, warum es zu den neun essenziellen Aminosäuren zählt: Der menschliche Körper hat den aufwendigen Bauplan im Lauf der Evolution schlicht abgegeben. Enthalten ist Tryptophan in Eiern, Käse, Fisch, Nüssen, Hülsenfrüchten und Haferflocken.
Warum der Truthahn-Mythos nicht stimmt
In den USA hält sich hartnäckig die Erklärung, die Müdigkeit nach dem Thanksgiving-Essen komme vom Tryptophan im Truthahn. Truthahnfleisch enthält allerdings nicht mehr davon als Hühnchen oder Käse.
Der Grund liegt woanders – und er erklärt zugleich, warum der Zeitpunkt der Einnahme bei diesem Produkt eine Rolle spielt.
Der Wettlauf an der Grenze zum Gehirn
Damit Tryptophan ins Gehirn gelangt, muss es die Blut-Hirn-Schranke überqueren. Dafür gibt es ein Transportsystem, das sich mehrere große Aminosäuren teilen – und Tryptophan ist unter ihnen die seltenste. Nach einer eiweißreichen Mahlzeit hat es die schlechtesten Karten, weil alle anderen zahlreicher sind.
Kohlenhydrate drehen dieses Verhältnis um. Sie lassen den Insulinspiegel steigen, und Insulin schleust die konkurrierenden Aminosäuren in die Muskulatur – Tryptophan bleibt zurück und hat den Transporter für sich. Deshalb macht die Beilage müder als der Braten, und deshalb steht in der Dosierung ein Hinweis auf die Kohlenhydrate.
Der zweite Weg, den Tryptophan nehmen kann
Nicht alles Tryptophan geht den Weg zum Serotonin. Der größere Teil wird über eine andere Route abgebaut, an deren Ende unter anderem Niacin steht – das Vitamin B3. Der Körper kann sich also einen Teil seines Niacins aus Tryptophan selbst herstellen.
Für die Umwandlung braucht er allerdings reichlich Material: Aus etwa sechzig Milligramm Tryptophan entsteht ein Milligramm Niacin. Das erklärt, warum diese ohnehin knappe Aminosäure im Stoffwechsel so stark beansprucht wird.
Was gut dazu passt
Melatonin führen wir als teilbare 1-mg-Tablette – also die Station am Ende der Kette. Pflanzlich begleitet wird der Abend durch Baldrian als ganzes Wurzelpulver und Passionsblume als standardisierten Extrakt.
DOSIERUNG
Verzehrempfehlung
Täglich eine Kapsel unzerkaut mit etwa 200 ml Wasser einnehmen, vorzugsweise am Abend und nicht zu einer eiweißreichen Mahlzeit. Wer sie zu einer kleinen kohlenhydrathaltigen Kleinigkeit nimmt – einer Scheibe Brot, einer Banane –, arbeitet mit dem Transportweg statt gegen ihn.
Warum Abstand zum Steak
Tryptophan teilt sich den Transporter ins Gehirn mit mehreren anderen Aminosäuren und ist unter ihnen die seltenste. Nach Fleisch, Fisch oder einem Proteinshake stehen entsprechend viele Konkurrenten an. Zwei Stunden Abstand genügen.
Langsam beginnen
Wer zum ersten Mal eine freie Aminosäure nimmt, bleibt zunächst bei einer Kapsel. Der Grund ist Erfahrungswissen, kein Sicherheitshinweis: Ein abrupter Einstieg mit größeren Mengen wird von manchen im Verdauungstrakt gespürt, ein schrittweiser praktisch nie.
Ausreichend trinken
Aminosäuren werden nicht gespeichert. Was der Körper nicht verbaut, baut er um und scheidet die Reste über die Nieren aus. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr über den Tag gehört deshalb dazu, nicht nur das Glas zur Kapsel.
In Wochen denken, nicht in Abenden
Der Schlaf-Wach-Rhythmus ist ein eingeübtes Muster. Die innere Uhr verschiebt sich um etwa eine Stunde pro Tag – wer seinen Abend umstellt, braucht entsprechend Tage bis Wochen, bis der Körper mitzieht. Wer nach drei Abenden bilanziert, bilanziert zu früh.
Nicht vor dem Autofahren
Nach der Einnahme kann die Reaktionsfähigkeit eingeschränkt sein. Fahren Sie danach kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen – einer der Gründe, warum die Einnahme in den Abend gehört.
Bei Antidepressiva vorher abklären
Wer Antidepressiva einnimmt, hält vor dem Verzehr Rücksprache mit Arzt oder Therapeut. Der Grund ist der Zusammenhang mit dem Serotoninstoffwechsel – bei diesem Produkt kein pauschaler Hinweis.
Lagerung
Geschlossen, kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Freie Aminosäuren ziehen Feuchtigkeit an und verklumpen dann – die Flasche deshalb nach jeder Entnahme fest verschließen.
Zu beachten
Nicht geeignet für Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende.
Bei Einnahme von Antidepressiva vorher Rücksprache halten.
Nach der Einnahme kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen.
Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht überschreiten.
Was passt zu meinem Abend?
Wir führen vier Produkte, die traditionell dem Abend zugeordnet werden.
L-Tryptophan 500 mg: die Aminosäure am Anfang der Kette, pur und ohne Zusätze.
Melatonin 1 mg: die Station am Ende derselben Kette, teilbar auf 0,5 mg.
Baldrian 500 mg: ganzes Wurzelpulver statt eines Auszugs.
Passionsblume 750 mg: ein Extrakt im Verhältnis 12:1 mit ausgewiesenem Flavongehalt.
Inhalt
Nahrungsergänzungsmittel mit der Aminosäure L-Tryptophan.
Nährwerte
pro Tagesdosis
NRV
L-Tryptophan
500 mg
***
* 1 Kapsel ** Prozentsatz der Nährstoffbezugswerte gem. Verordnung VO (EU) Nr. 1169/2011 (LMIV) *** Keine Nährstoffbezugswerte bekannt
Verzehrempfehlung: Täglich 1 Kapsel mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen.
Wichtige Hinweise: Nahrungsergänzungsmittel dürfen nicht als Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise verwendet werden. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Für Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche nicht geeignet. Bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten vor Gebrauch ärztlichen Rat einholen. Geschlossen, kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Unzugänglich für kleine Kinder aufbewahren.
QUALITÄT
Darauf haben wir geachtet
Bei einem Reinstoff gibt es keine Rezeptur, mit der sich etwas verbessern ließe. Die Qualität entscheidet sich an der Herkunft des Rohstoffs und daran, was außer ihm noch in die Kapsel kommt.
Bei der Herkunft ist die Fermentation der aufwendigere Weg. Hydrolysiertes Eiweiß ist günstiger, liefert aber ein Gemisch aus allen Aminosäuren, das erst zerlegt werden muss – und das Ausgangsmaterial ist häufig tierischen Ursprungs. Fermentativ hergestelltes Tryptophan entsteht gezielt, kommt ohne tierische Ausgangsstoffe aus und lässt sich mehrfach umkristallisieren.
Gerade bei diesem Stoff ist das keine Nebensache. Nach dem Vorfall von 1989, bei dem eine verunreinigte Charge eines einzelnen Herstellers schwere Erkrankungen auslöste, gelten für Tryptophan strengere Anforderungen an Reinheit und Chargenprüfung als für die meisten anderen Aminosäuren.
Und dann die Abfüllung. Freie Aminosäuren ziehen Feuchtigkeit und verkleben in der Maschine. Etwas Magnesiumstearat würde den Durchsatz spürbar erhöhen – wir verzichten darauf und nehmen langsamere Anlagen und häufigeres Reinigen in Kauf.
Unsere Standards
Abfüllung und Verkapselung in Deutschland nach HACCP und GMP
Aus Fermentation statt aus tierischen Hydrolysaten
Reines L-Tryptophan, nicht als Salz oder Vorstufe
Braunglas statt Kunststoff, ohne Weichmacher
Kapselhülle aus pflanzlicher Cellulose statt Gelatine
Ohne Magnesiumstearat, Siliciumdioxid und Füllstoffe
Ohne Farbstoffe, Titandioxid, Zucker und Süßungsmittel
Vegan, glutenfrei, laktosefrei und sojafrei
Warum Braunglas
Tryptophan trägt einen Indolring – dieselbe Struktur, die es im Körper zur Vorstufe von Serotonin und Melatonin macht. Sie ist auch der Grund für seine Lichtempfindlichkeit: Unter UV-Einfluss verändert sich das Molekül. Braunglas hält das Licht ab, schließt dichter gegen Feuchtigkeit als Kunststoff und gibt keine Weichmacher an den Inhalt ab.
Und es ist zu schade zum Wegwerfen: Das Etikett löst sich nach etwa fünf Minuten in heißem Wasser, Klebstoffreste gehen mit etwas Spülmittel ab. Danach haben Sie ein Vorratsglas.
Herstellung und Verpackung
Abgefüllt und verkapselt in Deutschland nach den Grundsätzen der Lebensmittelsicherheit (HACCP) und der guten Herstellungspraxis (GMP). Die Versandkartons sind recycelbar, die Polsterung ist plastikfrei.
Gute Gründe für Revigena
Sorgfältig ausgewählte Rohstoffe
Schonende Verarbeitung
Unabhängige Qualitätsprüfungen
Frei von unnötigen Zusätzen
Verantwortung & Nachhaltigkeit
Made with care
Gute Gründe für Revigena
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Schonende Verarbeitung
Unabhängige Qualitätsprüfungen
Frei von unnötigen Zusätzen
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Made with care
Was Revigena auszeichnet?
Revigena - ausgewählt, ehrlich, nachvollziehbar
Qualität, die man versteht
Einfach gute Produkte
Verantwortung von Anfang an
Für den Alltag gemacht
Bewusst entwickelt
Erfahren Sie mehr in unseren FAQ
Sind die Revigena-Nahrungsergänzungsmittel vegan?
Ja, all unsere Nahrungsergänzungsmittel sind pflanzlich und vegan, mit hoher Bioverfügbarkeit und optimaler Aufnahme.
Wie finde ich heraus, welches Supplement für mich geeignet ist?
Unsere Produktbeschreibungen bieten detaillierte Informationen zu den Vorteilen jedes Supplements. Alternativ können Sie einen Gesundheitsberater für individuelle Empfehlungen konsultieren.
Sind die Inhaltsstoffe biologisch?
Viele unserer Nahrungsergänzungsmittel werden aus biologischen Rohstoffen hergestellt, um natürliche, hochwertige Inhaltsstoffe für bessere Gesundheitsergebnisse zu gewährleisten.
Kann ich mehrere Nahrungsergänzungsmittel gleichzeitig einnehmen?
Ja, die meisten unserer Nahrungsergänzungsmittel können kombiniert werden. Es ist jedoch ratsam, dies mit einem Gesundheitsberater abzuklären, um sicherzustellen, dass sie Ihren spezifischen Bedürfnissen entsprechen.
Die Lieferung war schnell und die Verpackung absolut sicher. Die Zusammensetzung für Entspannung ist wirklich super gelöst. Kaufe ich wieder.
C
Christian T.
Hervorragende Dosierung für die Serotonin-Synthese
Dieses Tryptophan-Präparat überzeugt durch ein exzellent dosiertes Profil. Ideal zur Unterstützung des Schlaf-Wach-Rhythmus und Förderung des emotionalen Gleichgewichts.
M
Marie O.
Endlich wieder besser schlafen!
Ich nehme das Tryptophan jetzt seit ein paar Wochen und merke, dass ich abends viel schneller zur Ruhe komme und besser durchschlafe. Ein tolles Produkt. Top!
L
Lisa P.
Sehr zufrieden
Nehme die Kapseln jetzt seit drei Wochen. Fühle mich deutlich ausgeglichener und mein Schlaf ist viel besser. Lieferung war blitzschnell.
S
Sarah H.
Sehr zufrieden
Nehme die Kapseln jetzt seit drei Wochen. Fühle mich deutlich ausgeglichener und mein Schlaf ist viel besser. Lieferung war blitzschnell.